Erfolgsbilanz der Landesinnungen und Bundesinnung der Tischler & Holzgestaltenden Gewerbe

Mehr als die Hälfte der Mitgliedsbetriebe ist mit der Arbeit der Landesinnung zufrieden.

Die Landesinnung und Bundesinnung der Tischler und Holzgestaltenden Gewerbe hat in einer repräsentativen Studie des Institutes „market“ im Zeitraum von 15. Dezember bis 7. Jänner 2015 drei Themenkomplexe, die richtungsweisend für die ganze Branche sind, evaluiert. Es wurde die eigene Situation der Betriebe hinterfragt sowie die Lehrlingsausbildung und die Erwartungen an die Standesvertretung abgefragt. „Um optimal auf die Bedürfnisse der Branche eingehen zu können, ist es für uns besonders wichtig zu sehen, wo der Schuh drückt, wo wir uns verbessern können und wo wir richtig liegen - nur so können wir die richtigen Weichen für die Zukunft stellen“, fasst Bundesinnungs-meister Ing. Josef Breiter die Intention der Studie zusammen.

Gut zwei Drittel der Tischler sind mit ihrer Betriebsleistung zufrieden.

Für 43 % der befragten Mitgliedsbetriebe entwickelt sich die Tischlerbranche in die richtige Richtung. Aufgrund des hohen Konkurrenzkampfes, vielen behördlichen Auflagen und des Facharbeitermangels sind 57 % der Entwicklung der Branche gegenüber skeptisch eingestellt. Auch wenn zwei Drittel der Befragten schlechtere Rahmenbedingungen für die Tischler im Vergleich zu den letzten 2,3 Jahren sehen, so ist man mit der wirtschaftlichen Entwicklung im eigenen Betrieb im Jahr 2014 zufrieden (69 %). Zwei Drittel sehen der eigenen Zukunft positiv entgegen. „Das sind Werte, die uns durchaus stolz machen und unserer Branche auch einen weiteren Fortbestand garantieren,“ freut sich der Wiener Landesinnungsmeister KommR Johann Burgstaller über die optimistische Grundhaltung vieler Tischlereibetriebe. Um Kunden zu binden setzen 80 % der Betriebe gezielte Maßnahmen. Allen voran wird sehr viel Wert auf Fahrzeugbeschriftungen und die Präsenz im Internet gelegt. So haben 74 % der Betriebe eine eigene Homepage - bei Betrieben über 10 Mitarbeitern sind es sogar 99 %.

45 % der Tischlereibetriebe bilden Lehrlinge aus.

Viele europäische Staaten beneiden Österreich um das duale System der Ausbildung. Es ist ein gekonnter Mix aus Praxis und Schule und es wird genau auf die Bedürfnisse der einzelnen Betriebe hin ausgebildet. Die Bundesinnung unterstützt dabei die Betriebe aktiv mit einer guten Förderungspolitik und freut sich, dass ab 2015/16 in Österreichs Schulen flächendeckend eine Potentialanalyse eingeführt wird. „So weiß jeder, wo seine Fähigkeiten liegen - oft liegen ja verborgene Talente brach,“ fasst Bundesinnungsmeister Ing. Josef Breiter die Neuerung zusammen.

Die Hälfte der Betriebe ist mit der Arbeit der Standesvertretung zufrieden.

Die Interessenvertretung besteht aus einem breiten Mix an Ebenen und Ansprechpartnern. So gibt es Bezirksstellen, Landesinnungen, Bundesinnungen und demnach auch sehr viele Menschen, die für die Branche eintreten. Mit all diesen Menschen sind 50 % der Befragten zufrieden. Um diese Zufriedenheit noch weiter gedeihen zu lassen hat die Studie die Erwartungen abgefragt, sodass man klar feststellen kann, wohin man sich entwickeln soll.

Vor allem Rechtsauskünfte, kompetente Ansprechpartner sowie Hilfestellungen bei der Interpretation von Auflagen werden gesucht. Mit der Gründung der Normfit GmbH, einer Serviceeinrichtung, die sich mit der Zertifizierung von Fenstern und Türen beschäftigt, ist man schon einen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Das wachsende System bietet Dienstleistungen an, die vom Markt verlangt werden die aber der einzelne Tischler alleine nur schwer vollbringen kann. Landesinnungsmeister KommR Helmut Mitsch arbeitet neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Normfit GmbH auch aktiv mit, die neuen Verbraucherrichtlinien, die OIB-Richtlinien und vieles mehr zu kommunizieren. „Der Markt ist schwer überschaubar geworden, sodass es für den Einzelnen nicht leicht ist, sich zurechtzufinden - hier bieten die schlagkräftigen Teams der Bundes- und Landesinnungen Hilfestellungen“, fasst KommR Mitsch seine Aufgaben zusammen.



Hier finden Sie die Auswertung der Branchenanalyse:


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